Videos speziell für Kinder
Andachten per Video

Andacht zur Jahreslosung 2020

Ich glaube; hilf meinem Unglauben.

Markus 9,24


Wo hört der Glaube auf? Wo fängt Unglaube an? Es fällt schwer, eine genaue Grenze zu ziehen. So kann fast unbemerkt in den Herausforderungen des Alltags der Glaube abhandenkommen. Die Jahreslosung ist ein Hilferuf. Das Besondere an diesem Hilferuf ist, dass er sehr genau eine von vielen Situationen wiedergibt, in der auch wir voll Verzweiflung rufen würden.
Ein verzweifelter Vater, der um die Heilung seines Sohnes ringt, entgegnet Jesus mit dieser Bitte. Jesus hält ihm vor Augen: „Alle Dinge sind möglich, dem der da glaubt.“ Der Ruf des Vaters: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“, ist eine Erwiderung. Mit ihr setzt er ein Senfkorn des Glaubens in sein Herz. So, wie im Senfkorn alles enthalten ist, um zu einem Baum zu werden, lässt uns die Bitte an Jesus den Unglauben zu überwinden, ganz nah bei ihm sein und unseren Glauben an ihn wachsen. Dieser erstaunliche Wachstumswille, zu vertrauen und zu glauben, ist in uns Menschen angelegt: vom Senfkorn zu einem Baum, auf dem die Vögel nisten können. Aus diesem Glauben heraus wächst auch das Reich Gottes.
Das ist der große Horizont vor dem sich unser Glaubensleben abspielt. An dieser Geschichte können wir sehen: Glaube sieht mehr als die sichtbare Wirklichkeit und ist deshalb auch die stärkste Kraft, um diese sichtbare Welt zu verändern. Auch wir können uns mit unserem Glauben und unserem Unglauben an Jesus wenden. Nur Mut dazu wünscht allen,
Pfarrerin Beatrice Rummel 

Andacht zur Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34,15

Der Falke auf dem Foto ist auf der Jagd. Wie ein Pfeil schwirrt er frei und hoch oben durch die Luft, bereit für seinen atemberaubend schnellen Sturzflug. Ich weiß nicht genau, ob dieser Falke bei uns in der Markuskirche im letzten Jahr zu Besuch war, als wir gemeinsam mit den Falknern Hans-Peter Hermann und Ralf Zierold staunend die wunderbare Schöpfung Gottes anhand dieser Tiere feierten. Aber eines ist mir hängen geblieben: Um bei Geschwindigkeiten bis 380 km/h, die diese Tiere erreichen, den Durchblick nicht zu verlieren, ziehen sie ein durchsichtiges Augenlid beim Sturzflug über ihre Augen, und dass sie bei den hohen Geschwindigkeiten weiteratmen können, sind ihre Nasenlöcher extra dafür gemacht. Da frage ich mich, welche Gabe hat Gott mir gegeben, um mich in der sich oft rasend schnell verändernden Zeit zurecht zu finden, in der ich auch manchmal den Überblick verliere und nicht zu Atem komme, um dem Frieden, dieser großen und tiefen Hoffnung, nachzujagen. Für dieses vor uns liegende Jahr bitte ich Gott darum, mir die Gabe des Hinsehens und Wahrnehmens zu schenken, um Konflikte, Streit und Unfrieden erkennen zu können, um nicht in der Hektik geflissentlich darüber hinwegzusehen. Wenn ich mich traue,  hinzusehen und Anteil zu nehmen, dann kann ich mich gezielt, wie der Falke bei seiner Jagd, einsetzen, um Frieden zu stiften, wo er fehlt. Lasst uns mit Gottes Hilfe und Nähe seine Gaben entdecken, die er uns anvertraut hat, um gemeinsam mit seinem Segen dem Frieden nachzujagen, der unserer Welt so oft fehlt, um ihn zu erleben.


Ihr und Euer Pfarrer Andreas Vödisch